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Petition
für die Legalisierung der Homosexualität in Nicaragua
Nicaragua
ist das einzige Land auf dem amerikanischen Kontinent, in dem
Homosexualität gesetzlich verboten ist und mit einer Strafe von
1-3 Jahren Gefängnis belegt wird. Dieses Gesetz gibt es erst
seit 2002.
Aus
diesem Grund wurde von queeren Aktivist_innen in Mexico Stadt
ein Brief an den Präsidenten von Nicaragua in der
nicaraguanischen Botschaft abgegeben, um gegen dieses Gesetz zu
protestieren und auf die Unvereinbarkeit mit den Erklärung der
Universellen Menschenrechte, die auch Nicaragua im Jahr 1948
unterzeichnet hat, hinzuweisen.
Im
Folgenden der Brief an den Präsidenten in deutscher Übersetzung.
Wer ihn unterzeichnen möchte, kann dies noch bis zum 17.10.07
auf der folgenden Seite tun:
Mehr
Infos zu der Aktion:
(auf
Kastilisch): http://www.enkidumagazine.com/diversidades_sin_fronteras.htm
(auf
Englisch):
Lesen Sie den Brief an den Präsidenten und wenn Sie
diesen unterstützen, unterschreiben Sie ihn mit ihrem Vor- und
Nachnamen. (Nur mit beiden ist die Unterschrift gültig.)
Es wäre gut, wenn Sie sowohl Ihr Herlunftsland als auch den
Namer einer Organisation -insofern Sie einer angehören- angeben,
da mit diesen wichtigen Zusatzinformationen ein grösserer, öffentlicher Druck
auf Nicaragua ausgeübt wird und die Wahrscheinlichkeit einer
erforgreichen Aktion erhöht.
Sehr
geehrter Herr Präsident,
(Übersetzung
aus dem Spanischen) : Als erstes möchten wir unseren Brüdern
in Nicaragua an diesem wichtigen Tag in der Geschichte Amerikas
gratulieren. Der Tag, an dem die Schlacht des San Jacinto war
und der Mut, die Würde und die nationale Hingabe Erfolg hatte
gegenüber der Invasion der ”amenaza rubia arrogante”,
wie es der Oberst Josê Dolores Estrada 1856 bezeichnet hat.
Des
Weiteren erinnern wir uns daran, wie das Selbe mutige und
hingebungsvolle Nicaragua, zusammen mit 47 anderen Ländern am
10.12.1948 die Erklärung der Universellen Menschenrechte
unterzeichnet hat, dessen Präambel
“die Würde aller Mitglieder der menschlichen Familie
anerkennt”, ebenso wie die Verpflichtung, “den universellen
Respekt sicherzustellen, um die grundlegenden Rechte und
Freiheiten aller Menschen zu garantieren”.
Zu
berücksichtigen sind auch die Worte von Bayardo Izabâ S, der Führungskraft
des nicaraguanischen Zentrum der Menschenrechte (cenidh), der am
Montag, 8.1.2007 nicaraguanische Bürger und Institutionen
organisiert hat, um eine Anklage gegen die Nicht-Verfassungsmässigkeit
des Gesetzes Nr. 603 zu initiieren. Seit Ende 2006 hat dieses
Gesetz den Artikel 165 (StGB), welcher die therapeutische
Abtreibung seit mehr als 135 Jahren erlaubt: “Es macht keinen
Sinn, religöise Dogmen auf Situationen anzuwenden, in denen
sich Menschen im wahren Leben befinden”.
Aus
diesem Grund wenden wir uns an Sie und fordern Sie dazu auf,
Artikel 204 des Strafgesetzbuches von Nicaragua abzuschaffen, in
welchem steht: “Diejenigen vergehen ein Verbechen der Sodomie,
die die skandalöse Form des Beischlafes veranlassen, fördern,
propagieren oder ausüben zwischen Personen des gleichen
Geschlechts und werden mit 1-3 Jahren Gefängnis bestraft. Hat
einer derjenigen, die dies praktizieren, auch im privaten
Bereich, eine höhere Stellung und beherrscht die andere Person
mit Konzepten wie Disziplinierung oder Herrschaft, wie zum
Beispiel durch Beeinflussung, Wachen, Meister, Chef, Polizist
oder andere Konzepte, die den Einfluss einer Autorität oder
moralischen Instanz beinhaltet, wird die Strafe der illegitimen
Verführung angewendet, wofür ebendiese Person alleine
verantwortlich gemacht wird”.
Diejenigen,
die unten unterzeichnet haben, fordern hiermit die Regierung
dazu auf, dass sie ihres Amtes waltet und eine Revision
unternimmt, die zur Abschaffung des Artikels 204 führt. Dieser
Artikel steht dem Geiste und den Worten der Erklärung der Universellen
Menschenrechte entgegen, und zwar in einer Art und Weise, die
dazu führt, dass Ihre Nation in der Mitte Amerikas die Einzige
auf dem Kontinent ist, in der Homosexualität als Delikt
gehandelt wird. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass diese als
“Sodomie” bezeichnet wird, obwohl das, was im Allgemeinen
darunter verstanden wird, nämlich “Analer Koitus”, sowohl
Homo- als auch Heterosexuell ist.
Besorgnis
erregend ist vor allem, dass der Artikel 204 zu einer Gefängnisstrafe,
auch für Verteidiger der Menschenrechte und Personen mit einer
Bandbreite an diversen biologischen und sozialen Geschlechtern führt.
Wenn wir in der Öffentlichkeit über diese Themen reden, sind
ebendiese Personen der Bedrohung ausgesetzt, für 1-3 Jahre ins
Gefängnis zu müssen.
Wir
verbleiben mit freundlichen Grüssen,
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ALERTA
DE ACCION GLOBAL: Si deseas manifestar tu apoyo a
la carta de protesta al Presidente de Nicaragua, favor
de escribir tus datos aqui.
Gracias por tu solidaridad. |
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